Adobe Express mit Firefly im Team: vom Brand Kit bis zum Post vom Handy

Aus meinen Adobe-Express-Kursen: wie ein Team mit einfachen Bordmitteln zu einem einheitlichen Auftritt kommt.
In meine Adobe-Express-Kurse kommen meist Einsteigende. Sie wollen wissen, was das Werkzeug kann und wie ihr Team damit arbeitet. Zum Schluss eines Kurstags zeige ich es gern an einem Post, den ich vorher vorbereitet habe: Ich nehme das Handy und tausche das Bild live gegen ein Selfie der ganzen Gruppe. Der Weg dahin beginnt mit Vorlagen, die zum Unternehmen passen.
Was bringt ein Brand Kit, wenn im Team jeder gestaltet?
Die meisten Vorlagen baue ich direkt in Adobe Express auf, und die Grundlage dafür ist das Brand Kit: Logo, Farben und Schriften an einer Stelle, für alle im Team gleich.
Bei einer Kreissparkasse habe ich das Team für Flyer und Social Media geschult. Vorher hat jede Person mit ihren eigenen Bordmitteln und Kenntnissen nach der CI gebaut. Die Vorgaben waren klar definiert, aber mit so vielen verschiedenen Werkzeugen und so unterschiedlichen Kenntnissen in der Umsetzung sieht dieselbe CI trotzdem jedes Mal ein bisschen anders aus.
Das Team kam mit fertigen Beispielen in den Kurs: Flyer zu vermögenswirksamen Leistungen, Posts zu aktuellen Angeboten und zur Personalsuche. Wir haben zuerst das Brand Kit definiert. Dann hat jede Person es an ihren eigenen Beispielen ausprobiert. Am Ende des Tages lagen nicht mehr Einzelstücke auf dem Tisch, sondern zwei, drei richtige Vorlagen pro Person, die alle nach demselben Haus aussehen. Ein Team mit ganz unterschiedlichen Aufgaben hatte verstanden, wie sich mit einfachen Bordmitteln ein einheitlicher Auftritt umsetzen lässt, mitten im großen CI/CD-Dschungel.
Das Brand Kit lege ich im Firmenkurs auf Wunsch gemeinsam an und teile es mit dem ganzen Team. Schriften aus der Creative Cloud stehen dabei überall zur Verfügung. Eigene Hausschriften lädst du ins Brand Kit hoch, das geht mit Premium, Teams oder Enterprise.
Was, wenn die Vorlage schon in InDesign liegt?
Manchmal hat die Grafik eine Vorlage für Social Media oder einen Flyer bereits in InDesign gebaut. Dann muss niemand von vorn anfangen. In InDesign wählst du Datei > Nach Adobe Express exportieren, und das Dokument öffnet sich in Adobe Express als eigenes, bearbeitbares Projekt. Farben und Texte lassen sich dort ändern, und mit der Layoutanpassung bringst du dasselbe Motiv in die Formate, die du brauchst: Post, Reel, Karussell, für LinkedIn oder Instagram. Alle, die die Vorlage nutzen, arbeiten in Adobe Express weiter, ohne InDesign öffnen zu müssen.
Wie arbeitet eine Vorlage auf dem Handy weiter?
Am Desktop entstehen Vorlagen oder gleich fertige Posts, Reels und Karussells. Auf dem Handy geht es in der Adobe-Express-App weiter: Du erstellst aus einer Vorlage einen neuen Post oder öffnest einen vorbereiteten Beitrag, tauschst ein Bild oder Video direkt mit der Handykamera aus und veröffentlichst ihn sofort. Oder du bereitest ihn nur vor und schickst ihn später raus.
Genau das ist der Moment mit dem Selfie. Der Post zur Schulung ist fertig gestaltet, Text und Layout stehen. Ich tausche nur das Bild. Mein Handy ist dabei auf den Beamer gespiegelt, im Online-Kurs auf den geteilten Bildschirm, und die Gruppe sieht, wie aus ihrem Foto ein fertiger Beitrag wird. Mehr muss ich über den Ablauf dann nicht erklären.
Was überrascht die Teilnehmenden im Kurs?
Durch die übersichtliche Oberfläche kommen die meisten schnell ans Ziel. Die Aha-Momente kommen bei der Vielfalt: dass der Export Druckprofile kennt und ein PDF für die Druckerei liefert, dass sich PDFs bearbeiten und Dokumente zusammenführen lassen, dass die Übersetzung direkt im Layout sitzt und dass ein Kalender die Beiträge für die Kanäle plant und veröffentlicht. Dazu kommen die Firefly-Funktionen, von Bild per Text bis Soundeffekt. Welche es gibt, steht in den häufigen Fragen zur Adobe-Express-Schulung.
Warum prompte ich in Adobe Express nicht alles durch?
Die Grenze, an die Teilnehmende bei der KI stoßen, ist fast immer dieselbe: Der Prompt ist zu ungenau. Das ist kein Einsteigerproblem, das geht den meisten so.
Ich zeige dann einen anderen Weg. In der Bildgestaltung arbeite ich lieber mit eigenen Referenzen, Skizzen und Ideen und setze das Bild zusammen, statt es komplett per Prompt zu erzeugen. Das ist allerdings eher ein Thema für Photoshop. In Adobe Express funktioniert oft etwas Einfacheres besser: ein vorhandenes Bild suchen, darauf aufbauen, es verändern. Wer einen Beitrag gestaltet, hat ja meist schon eine Idee im Kopf. Von der gehe ich aus, statt die ganze Vorstellung in einen Prompt zu packen.
Wenn dein Team Adobe Express bisher nur als Werkzeug für schnelle Social-Media-Grafiken kennt, lohnt ein zweiter Blick. In meiner Adobe-Express-Schulung arbeiten wir an euren eigenen Formaten und probieren die Firefly-Funktionen direkt daran aus. Auf Wunsch legen wir dabei auch euer Brand Kit an.
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